Getestet: Panasonic Enhancer EH-XT20

[Produkttest] Testbericht zum neuen Beauty-Tool zur Hautoptimierung

Heute geht es seit längerer Zeit mal wieder um das Thema "Beauty". Über die Plattform Konsumgöttinnen durfte ich eine absolute Produktneuheit von Panasonic testen. Den Enhancer EH-XT20.

 

Was das ist? Das habe ich mich bei der Einladung zum Produkttest auch direkt gefragt und meine Neugier war geweckt. Daher habe ich mich sehr gefreut, die Möglichkeit zu bekommen das Gerät auszuprobieren.  Es handelt sich um ein Gerät, das durch Wärme, Kälte und Mikrowechsel-strom die Hautpflege verbessern soll. Ob es was gebracht hat, erzähle ich Euch im heutigen Blogbeitrag.


Was ist der Panasonic enhancer eh-xt20?

Der Panasonic Enhancer EH-XT20, also Hautoptimierer, ist ein Beauty-Tool, das von der japanischen Schönheitspflege inspiriert wurde. Es hat eine dreieckige Titanplatte, mit der man die Hautpflege in 3 Schritten optimieren kann:

 

  1. Reinigen der Haut
  2. Feuchtigkeitspflege
  3. Kühlen der Haut

 

Das Gerät arbeitet mit Mikrowechselstrom, Wärme und Kälte. Dies soll dabei helfen, die Poren zu öffnen, so das Reinigen sowie Einwirken der Pflegeprodukte zu erleichtern und die Poren hinterher zu verschließen. Dies soll einen sofortigen Glow-Effekt bewirken. Nach 4 Wochen verspricht Panasonic eine sichtbare Reduzierung der Faltentiefe in Kombination mit einer Nachtcreme.

 

Die Titanplatte gewährleistet maximale Hygiene. Sie erwärmt sich im Reinigungs- und Feuchtigkeitsmodus in drei Stufen auf 37-43 Grad. Dies lässt sich über die Taste "warm" regulieren. Auch die Intensität des Mikrostroms lässt sich über die Taste "Microcurrent" einstellen (hoch vs. niedrig). Der Streifen in der Mitte der Geräts zeigt über oranges (Wärme), blaues (Kühlung) und weißes (Mikrostrom) Licht, welche Intensität eingestellt ist bzw. ob man sich im Kühlungsmodus befindet. Ich habe das Gerät immer auf den höchsten Stufen verwendet. 

 

Im Lieferumfang sind neben dem Enhancer ein Ladekabel, eine Halterung sowie eine Bedienungsanleitung enthalten. Die Akkuladung hält für etwa 3 Anwendungen, wobei das Aufladen sehr fix innerhalb von etwa 460 Minuten erledigt ist. Wenn ein Aufladen nötig ist, blinkt die "Stecker-Leuchte" auf. Diese leuchtet während des Ladens und erlischt, wenn der Akku voll ist.

 

Der Panasonic Enhancer kostet 279€ und ist bspw. direkt über den Onlineshop von Panasonic erhältlich. Auf Amazon gibt es ihn noch nicht, dafür gab es aber schonmal ein Angebot bei QVC.

Anwendung des Panasonic enhancers

Die Anleitung beschreibt sehr ausführlich - teilweise etwas umständlich - wie man das Gerät verwendet. Nach dem ersten Lesen der Anleitung war ich etwas erschlagen. Zunächst gibt es eine Seite mit einer Auflistung, welche Personen das Gerät nicht verwenden dürfen (z.B. Personen mit Herzschrittmacher, Herzkrankheiten oder schwerer Kurzsichtigkeit) und viele weitere Warnhinweise. Danach war ich wesentlich skeptischer als vorher. Aber in meinem Fall sprach nichts gegen die Anwendung.

 

Es wird empfohlen, den Enhancer täglich, aber maximal 9 Minuten zu verwenden. Das  vollständige Durchlaufen der 3 Pflegeschritte dauert 8 Minuten: 3 Minuten Reinigung + 3 Minuten Feuchtigkeit + 2 Minuten Kühlen. 

 

Man wechselt die Modi über den Ein-/Ausschalter. Neben den 3 vollständigen Modi für jeden einzelnen Schritt gibt es den Auto-Modus. Dieser schaltet nach 2 Minuten Feuchtigkeit automatisch auf 1 Minute Kühlung um. Damit verkürzt sich die Anwendungsdauer auf 6 Minuten. Eilige können den Schritt PURIFYING, also Reinigung, weglassen und den Enhancer nur zum Einarbeiten der Feuchtigkeitscreme und anschließenden Kühlen verwenden (Dauer: 5 Minuten).

 

Der Anleitung kann man entnehmen, welche Produkte für welchen Modus geeignet sind und mit welchen Bewegungen man mit dem Enhancer über das Gesicht gehen soll. Wichtig ist, dass man nicht zu viel Druck ausübt und immer von innen nach außen arbeitet. Verwendet man Seren, Masken oder Lotion, sollte man statt streichend lieber langsam drückend arbeiten. So verwendet man auch den Kühlungs-Modus. Ganz ehrlich: das ist wirklich umständlich und merkt sich doch keiner. Ich beschreibe Euch nun, wie ich den Enhancer verwendet habe.

 

Wichtig ist noch zu beachten, dass der Reinigungsmodus nicht für die Makeup-Entfernung geeignet ist. Es soll immer auf der nackten Haut, also nach einer Gesichtswäsche angewendet werden, um eine Tiefenreinigung zu erreichen.

 

Schritt 1: PURIFYING

Den Reinigungsmodus verwendet man mit einem mit Reinigungswasser oder -lotion getränkten Wattepad. Dieses wird mithilfe eines mitgelieferten Halterings an dem Titankopf befestigt.

Durch einmaliges Drücken des Ein-/Ausschalters startet man den Purifying-Modus. Wie beschrieben kann mann die Stärke des Mikrostroms und Wärme einstellen - ich habe beides auf maximal verwendet. Die Wärme habe ich auch durch das Wattepad gemerkt, es dauert nur einen Moment. Damit der Mikrostom funktioniert, muss man das Gerät so festhalten, dass man das Mikrostromfeld an der Rückseite des Enhancers berührt. Setzt man den Titankopf auf die Haut, vibriert dieser leicht. Ich empfand es nicht als unangenehm.

 

Dann geht man 3 Minuten mit streichenden Bewegungen über das Gesicht. Das Gerät schaltet sich automatisch aus. Es ist erstaunlich, was auch nach einer Gesichtswäsche mit Reinigungsgel noch so im Wattepad landet. Ich habe immer Mizellenwasser verwendet und die Reinigung erscheint mir im Vergleich zu "ohne Enhancer" deutlich gründlicher.

Schritt 2: MOISTURIZING

Bevor man den Feuchtigkeitsmodus startet, entfernt man das Wattepad und gibt die Feuchtigkeitscreme der Wahl auf das Gesicht. Man kann auch Masken verwenden, die komplett einziehen sollen und nicht abgewaschen werden. So habe ich auch alle 3 Tage etwa meine Over-Night-Mask von Erborian verwendet. Auch die Augencreme kann man in diesem Schritt auftragen. Um zu starten, drückt man 2x den Ein-/Ausschalter.

 

Durch die Wärme sollen die Poren besser geöffnet werden und die Wirkstoffe besser eindringen können. Ich finde auf jeden Fall, dass die Creme mit dem Enhancer deutlich schneller einzieht und es ist ein angenehmes Gefühl. Die Platte vibriert wie schon im 1. Modus.

 

Schritt 3: COOLING

Die Hautpflege wird abgeschlossen, indem die Haut gekühlt wird. Der Modus startet nach dreimaligem Drücken des Ein-/Ausschalters. Man hört wie vermutlich ein Ventilator anspringt, die Platte wird nach wenigen Sekunden kalt. So geht man mit leicht drückenden Bewegungen über die Haut.

 

Auch das ist ein angenehmes Gefühl, gerade unter den Augen. Besonders schön bestimmt im Sommer. Der versprochene Glow-Effekt fällt bei mir allerdings eher schwach und kurzweilig aus.

Der Vorher-Nachher-Vergleich

Die große Frage ist nun, was hat es insgesamt gebracht?!

 

Ich habe den Enhancer nun für gut 4 Wochen getestet. An zwei bis drei Tagen konnte ich mich nicht aufraffen und habe es gelassen. So sieht das Ergebnis nach 4 Wochen aus - die ungeschminkte Wahrheit. Leider ist mir die Ausleuchtung nicht genau gleich gelungen. Auf den 1. Blick sieht man kaum eine deutliche Veränderung, finde ich.

 

Schaut man aber genau hin (und zoomt fieserweise etwas), sieht man doch, dass die kleinen Augenfältchen, die sogar eine leichte Kurve nach unten Richtung Wange machen, etwas besser geworden sind!!! Wow. Ohne den direkten Bildvergleich hätte ich wirklich gesagt, es ist nichts passiert....außer, dass meine Mischhaut etwas ausgeglichener ist. Die Stirn fettet weniger nach und die trockenen Stellen sind weniger trocken. Aber es scheint sich doch schon was an den Fältchen getan zu haben. 

Vorher

Nachher



Unser Fazit zum panasonic enhancer eh-xt20

Einen wahnsinnigen Effekt konnte ich auf den 1. Blick ja nicht feststellen, daher bin ich auch irgendwie zwiegespalten. Natürlich erwarte ich auch keine Wunder, aber im Alltag kam mir die Anwendung oft umständlich vor, da man sich mehr Zeit nehmen muss. Die Frage ist natürlich, was man in so kurzer Zeit erwarten kann. Denn wenn man genau schaut, gibt es doch einen Unterschied! Die Anwendung ist außerdem sehr angenehm. Auch kann ich feststellen, dass die Reinigung verbessert wird und die Creme besser einzieht.

 

Ich habe schon den Eindruck, dass meine Haut weniger nachfettet. Ich habe eine Mischhaut, die doch etwas ausgeglichener wirkt. Ich kann also nicht sagen, dass der Enhancer nichts bringt! Nur sollte man sich keine schnellen Effekte erhoffen. Ich kann Euch nur sagen, was es in 4 Wochen gebracht hat. Gerne gebe ich in ein paar Monaten noch ein Update.

 

Sicherlich hängt es auch mit der Creme o.ä. zusammen, die man verwendet. Ich verwende einen Mix aus Apotheken- (La Roche Posay) und Parfümerie- (Erborian, eine japanische Marke - preislich Mittelklasse bis gehoben) Produkten, mit denen ich zufrieden bin. Aber was die Feuchtigkeitscreme angeht, kann ich sicher auch noch nach einem geeigneteren Produkt suchen. Positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle aber auch, dass man die eigenen Produkte verwenden kann und keine Extraprodukte braucht.

 

Ich würde den Enhancer zum jetzigen Zeitpunkt daher als nice-to-have, aber nicht als must have für die Hautpflege bezeichnen. Gerade für den Preis von 279 € sollte man sich gut überlegen, ob man ihn wirklich braucht. Ehrlich gesagt finde ich es auch zu teuer. Bei dem Preis würde ich mir auf jeden Fall eine längere Akkulaufzeit wünschen, sodass man bei kürzeren Reisen nicht immer noch das Netzteil mitnehmen muss. Das Gerät sieht sehr edel und modern aus und ist hochwertig verarbeitet, aber für den Preis ist es wohl eher für diejenigen geeignet, die ihre 100€-Cremes besser einwirken lassen wollen. Und dann steht es ja auch irgendwie wieder in Relation ;-) Denn der Enhancer bringt wirklich etwas Wellness nach Hause und sieht schön aus im Bad. Und schon nach 4 Wochen konnte ich eine kleine Veränderung feststellen. Ich werde ihn auf jeden Fall weiter nutzen, wenn auch wahrscheinlich nicht jeden Tag. Denn die positiven Aspekte überwiegen dann doch.

 

Hier die positiven und negativen Aspekte zusammengefasst:

+ gründlichere Reinigung

+ besseres Einziehen von Feuchtigkeitscremes o.ä.

+ sehr angenehmes Gefühl während der Anwendung: Wellness für zuhause

+ Mischhaut ist nach 4 Wochen ausgeglichener

+ Verbesserung der Augenfältchen (nur im direkten Bildervegleich zu erkennen)

- keine deutlich sichtbare Veränderung des Hautbilds mit bloßem Auge

- hoher Zeitaufwand im Alltag (ca. 10 Minuten)

- kurze Akkulaufzeit

 

Verwendet Ihr "Beauty-Tools", die ihr nicht mehr hergeben würdet? Zum Beispiel so eine Gesichtsbürste? Die hätte man auch testen können. Vielleicht wäre das für meine eher unreine Mischhaut noch besser als der Enhancer.

 

Haltet Euch gerne bei Facebook und Instagram auf dem Laufenden

Hannah

- Das Produkt wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt -

Kommentar schreiben

Kommentare: 0