Windbeutel ganz klassisch

Ohne viel Chichi: Windbeutel mit Sahne und Erbeeren

Wir haben festgestellt: wir essen viel zu selten Windbeutel! Dabei sind die fluffigen, knusprigen Teiglinge doch so köstlich und vielseitig!

 

Das musste also schnell geändert werden. Und jetzt zur Erdbeerzeit bieten sich die fluffigen Freunde doch wirklich ganz klassisch mit Sahnefüllung und Erdbeeren an. Aufwändig sind sie auch nicht, nur der Brandteig muss gekonnt sein.

 

Auch wenn Windbeutel nicht den stärksten Eigengeschmack haben: ich mag den Geschmack von Brandteig und seine Konsistenz so gerne! Und weil man ihn doch in der Regel seltener macht, hier noch etwas Küchenwissen zu Brandteig:

 

Küchenwissen: Brandteig

Das Charakteristische am Brandteig ist, dass er zweimal gart: Zuerst beim "Abbrennen" im Topf und anschließend natürlich im Backofen. Beim Abbrennen verkleistert sich die Stärke des Mehls und das Eiweiß gerinnt. Dies ermöglicht die Entstehung des großen Hohlraums im fertigen Gebäck, da die Luft nicht entweichen kann. Dabei geht der Teig auf und vergrößert sein Volumen deutlich - perfekt geeignet für süße oder auch pikante Füllungen!

 

Bei der Zubereitung sollte das Mengenverhältnis der Zutaten beim Abändern unbedingt beibehalten werden, damit der Teig ordentlich gelingt. Frittiert man Brandteig, z.B. für Spritzringe oder Churros, nimmt man ein Rezept mit weniger Butter. Es braucht etwas Fingerspitzengefühl, um die richtige Konsistenz zu erreichen. So kann es sein, dass man ein Ei weniger braucht, wenn diese recht groß ausfallen. Aber mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung sollte es eigentlich klappen.  


Für den Brandteig (etwa 12 Windbeutel):

  • 250ml Wasser
  • 125g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 125g Mehl
  • 4 Eier

 

Für den Belag:

  • 400ml Sahne
  • Vanillezucker, -extrakt je nach Belieben
  • 1 EL Zucker
  • 3 TL Sahnesteif
  • 300g Erdbeeren
  • 2 EL Puderzucker

1. Wasser, Butter und Salz in einem geschlossenen Topf zum Kochen bringen.

 

2. Den Topf von der Herdplatte nehmen. Das Mehl auf einmal in den Topf geben und sofort mit einem Holzlöffel verrühren. Den Topf wieder - bei kleiner Hitze - auf die Herdplatte stellen und so lange rühren, bis am Topfboden ein weißer Belag entsteht und sich aus dem Teig ein Kloß bildet.

 

3. Den Topf wieder vom Herd nehmen, noch etwas rühren, damit Hitze entweicht, in eine Rührschüssel geben und direkt ein Ei dazugeben und mit einem Schneebesen sofort gut verrühren. Die Masse ca. 5 Minuten abkühlen lassen - in der Zwischenzeit bereits den Backofen vorheizen. 

 

4. Dann die übrigen Eier einzeln mit den Rührstäben des Handrührgeräts mit dem Teig verquirlen. Der Teig sollte glänzen und in langen Spitzen vom Löffel fallen, dann ist seine Beschaffenheit richtig. Ist dies bereits bei 3 Eiern der Fall, gibt man das vierte nicht mehr dazu.

 

5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und kleine Häufchen für die Windbeutel aufspritzen. Die Größe kann man nach Wunsch machen, ich bevorzuge eher mittlere. Dafür habe ich etwa doppelte Walnussgröße genommen. Die Windebeutel auf einem Bleche sollten die gleiche Größe haben, damit die gleiche Backzeit ausreicht. Ausreichend Abstand zwischen den Häufchen lassen, das sich der Teig vergrößert.

 

6. Die Windbeutel etwa 20 bis 25 Minuten - je nach Größe im vorgeheizten Backofen backen. Der Ofen muss auf jeden Fall seine Temperatur erreicht haben. Während der ersten 15 Minuten auf keinen Fall die Backofentür öffnen, da das halbgare empfindliche Gebäck dem Luftdruck nicht standhalten kann! Die Windbeutel sollen eine schön gold-braune Farbe bekommen.

 

Backtemperatur: 200 Grad (Ober-/Unterhitze)

Backzeit: ca. 20-25 Minuten (in der ersten Hälfte die Backofentür nicht öffnen)

 

7. Die Windbeutel auskühlen lassen und waagerecht in der Mitte durchschneiden.

 

8. Die Sahne mit dem Vanillezucker, Zucker und Sahnesteif steif schlagen. Die Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und in Scheiben schneiden.

 

9. Etwa 2 EL der Sahne auf den Böden der Windbeutel verteilen, mit den Erdbeeren belegen und den Deckel aufsetzen. Mit Puderzucker bestäuben und schmecken lassen.

 

Tipp: Nur so viele Windbeutel füllen, wie an dem Tag gegessen werden. Besser am nächsten Tag ganz kurz im Backofen (oder auf dem Toaster) "auffrischen" und frisch füllen.

 

Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen

Eure Hannah

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Kommentare: 1
  • #1

    Maegwin (Dienstag, 21 Juni 2016 20:28)

    Wie lecker bei Euch alles aussieht! Da werde ich mir bestimmt die eine oder andere Idee holen.
    Wobei ich das Backen immer dem Mann im Haus überlasse, er kann das viel besser!
    Herzliche Grüße, fast aus der Nachbarschaft!