Milchmädchen-Torte

Milchmädchen-Torte mit Himbeerfüllung und Schoko-Ganache

Im letzten Jahr bin ich in den Weiten des Internets auf die Milchmädchen-Torte gestoßen. Sie ist zwar etwas aufwändiger, aber trotzdem ganz leicht zu machen! 

  

Gleichzeitig schinden die vielen Schichten Eindruck und sie ist sehr wandelbar. Dieses Mal habe ich mich für den Geburtstag meiner Oma für eine fruchtige Himbeerfüllung mit schön schokoladiger Ganache außen entschieden.

 

So war es auch eigentlich eine optische Täuschung, da man unter der dunklen Schokosahne wohl eher keine so fruchtige, helle Füllung erwartet. Ich finde, die Kombination hatte etwas von Yogurette :-)

 

Unbedingt Ausprobieren!


 

Für die Böden:

  • 600g Milchmädchen (oder andere gezuckerte Kondensmilch
  • 3 Eier
  • 250g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Prise salz

 

Für die Füllung:

  • 500g Tiefkühl-Himbeeren (zur entsprechenden Saison natürlich gerne frische!)
  • 200g Himbeer-Konfitüre
  • 5 Blatt Gelatine
  • 500g Sahne
  • 2 Pck. Sahnesteif bzw. 3-4 TL San Apart
  • etwas gemahlene Vanille
  • evtl. karamellisierte, gezuckerte Kondensmilch (ich habe sie im Supermarkt schon fertig gefunden. Ansonsten erhält man das Ergebnis nach langem Kochen einer Dose Milchmädchen o.ä., kann aber auch weggelassen werden)

 

Für die Ganache:

  • 400g Sahne
  • 400g Zartbitter-Schokolade

Spartipp: Bei gezuckerter Kondensmilch muss es nicht immer das Original "Milchmädchen" sein. In unserem Supermarkt (Rewe) gibt es einen ganzen Regalabschnitt für russische Produkte. Dort habe ich ebenfalls gezuckerte Kondensmilch gefunden, die günstiger war als das Original. Dort gab es auch die bereits karamellisierte Variante, die ich ebenfalls als Füllung verwendet habe - schmeckt übrigens auch sehr lecker im Cappuccino :-)


Keine Angst vor den vielen Schritten. Ich habe alles möglichst detailliert und mit kleinen Tipps aufgeschrieben, damit die Torte auch beim Nachmachen garantiert gelingt:

 

1. Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

 

2. Auf zwei Bögen Backpapier jeweils einen Kreis von 26 cm mit einem Bleistift zeichnen (z.B. mit dem Boden einer Springform.

 

3. Kondensmilch mit den Eiern gut verrühren, eine Prise Salz dazu geben. Mehl mit Backpulver darauf sieben und sorgfältig unterheben. Dabei aber nicht zu lange rühren.

 

4. Ca. 2-3 EL Teig auf das Backpapier geben (die Seite ohne Bleistift-Zeichnung nehmen) und entsprechend des vorgezeichneten Kreises verstreichen. Für ca. 5 Minuten backen bis er goldgelb ist. Am besten direkt vom Backpapier lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

 

5. Während der Teig im Ofen ist, kann bereits der zweite Boden vorbereitet werden. So im Wechsel Böden backen bis der Teig aufgebraucht ist. Die Menge reicht für ungefähr 10 Böden. Möchte man die Böden am Vortag vor dem Füllen vorbereiten, die Böden nach dem Auskühlen einzeln zwischen Backpapier legen (sonst kleben sie ganz fies zusammen!) und luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren.

 

6. Für die Füllung Himbeeren in einen Topf geben und kochen bis sie weich sind. Anschließend pürieren (oder warten bis sie komplett zerfallen sind) und die Konfitüre dazugeben. Nochmals aufkochen lassen und etwas abkühlen.

 

7. Gelatine einweichen, ausdrücken und unter das noch warme Himbeerpüree rühren. Abkühlen lassen.

 

8. Sahne mit Sahnesteif und Vanille steif schlagen. Etwa ein Drittel der Sahne unter das Himbeerpüree heben, dann den Rest vorsichtig unterheben.

 

9. Einen Boden auf eine Tortenplatte stellen und mit einem Tortenring umschließen. Etwas Himbeersahne (3-4 EL) darauf verteilen und einen weiteren Boden darauf legen. Nun entweder nur mit der Sahne füllen bis die Böden aufgebraucht sind, oder ein paar Böden mit karamellisiertem "Milchmädchen" bestreichen. Ich habe immer im Wechsel zwei Schichten Sahne und eine Schicht Milchmädchen auf die Böden gegeben. Auf den letzen Boden keine Füllung geben, sondern damit abschließen.

 

10. Die Torte sollte mindestens einen Tag im Kühlschrank durchziehen. Bei der Milchmädchen-Torte gilt: Sie wird mit jedem Tag besser!

 

11. Für die Ganache Sahne erhitzen, aber nicht kochen. Schokolade zerkleinern (ich kaufe immer "normale", dünne 100-Gramm-Tafel und Teile sie einfach in die vorgesehenen Stücke), zu der Sahne geben und einen Moment einfach schmelzen lassen. Nach 2-3 Minuten umrühren, bis sich die ganze Schokolade aufgelöst hat. Komplett abkühlen lassen (Zeit dafür einplanen, wenn man alles an einem Tag machen will - dann am besten als erstes zubereiten). Wenn die Ganache am selben Tag weiter verwendet wird, nicht in den Kühlschrank geben, sie wird sonst viel zu fest. Wenn ich sie am Vortag mache, stelle ich sie in den Kühlschrank (nachdem sie erkaltet ist) und hole sie dann frühzeitig vor dem Einstreichen aus dem Kühlschrank. In einer kühlen Kammer kann man sie genauso gut lagern.

 

12. Die durchgekühlte Torte mit einer dünnen Schicht Ganache einstreichen. Dann einstreichen oder aufspritzen wie man gerne möchte. Ich habe den Rand mit einer ordentlichen Schicht Ganache eingestrichen und oben mit einer großen Spritztülle rosenförmig aufgespritzt.

 

Für diese Torte sollte man sich wirklich etwas Zeit einplanen. Es sind einfach einige Schritte, die aber jeder für sich nicht schwer sind. Dieses Mal habe ich die Schritte auf 3 Tage aufgeteilt:

 

  • am 1. Tag: Böden backen 
  • am 2. Tag: Füllung und Ganache zubereiten und Füllen 
  • am 3. Tag: Mit Ganache einstreichen, verziehren und verzehren :-)

 

Da die Böden sehr schnell erkalten, ist es aber überhaupt kein Problem sie auch am gleichen Tag zu Füllen. Diese Torte kann man sehr schön auf den individuellen Zeitplan einstellen ;-)

 

Viel Spaß beim Nachbacken

Hannah