Test: Kaffeevollautomat Philips Saeco Incanto

Nie wieder ins Café?!

Durch einen Produkttest auf einem Testportal, durften wir die Philips Saeco Incanto HD8917/01 testen und Erfahrungen sammeln. Die Incanto bietet ein integriertes Milchsystem und zusätzlich eine AquaClean Funktion.


Die Firma Saeco wurde 1981 in Italien gegründet und hat sich mit dem ersten Espresso-Vollautomaten weltweit einen Namen gemacht. Heute, mehr als 30 Jahre später, ist Saeco einer der führenden Hersteller im Bereich Kaffee-Vollautomaten und steht für edles Design, einfache Bedienung und einzigartigen Geschmack.


Der Name „Incanto" ist italienisch und bedeutet Zauberei. Aber kann der Kaffeevollautomat uns von in Geschmack, Optik und Bedienung wirklich verzaubern?

Der erste Eindruck 

Die Saeco Incanto traf nicht mal 24 Stunden nach der Bestellung bei uns Zuhause gut und sicher gepackt ein. Die Anleitungen für die Inbetriebnahme ist leicht verständlich. Die Maße der Saeco Incanto sind B x T x H: 21,5 x 42,9 x 33,0 cm. Damit ist sie relativ kompakt. Ich hätte sie mir deutlich größer vorgestellt – aber so passt sie auch in nicht allzu große Küchen. Auf dem Foto seht ihr die Incanto im Vergleich zu unserer Tassimo. Zwar deutlich größer, aber dennoch kompakt. Ärgerlich ist aber das Stromkabel. Dieses ist auch etwas kompakt geraten mit ca. 70 cm. Es könnte einiges länger sein, denn so ist man nicht sehr flexibel mit der Platzierung.

Der Aufbau und Installation an sich war meiner Meinung nach allerdings etwas langwierig. Wir haben gut 45 Minuten gebraucht bis sie richtig eingerichtet war! Besonderes Augenmerk bei der Saeco Incanto, ist der AquaClean Filter - nur leider kam hier Frustration auf. Diese patentierte Innovation, sorgt dafür dass man perfektes klares Wasser für seinen Kaffee hat und man dank des Filters bis zu ca. 2 Jahre oder 5.000 Tassen (á 0,1 l) lang die Maschine nicht entkalken muss. Denn diese hielt nicht im Wassertank. Laut Anleitung muss man ihn nur reindrücken - aber er hielt einfach nicht. Dieses Problem hatten laut einigen Foren schon einige Kunden.


Einige Minuten später fiel uns aber das Problem auf und es konnte gelöst werden. Um den Wasserfilter herum gehört eine Gummidichtung! Diese liegt aber lose in der Packung des Filters bei. Erst wenn man diese Dichtung anbringt, hält auch der Filter fest im Tank also: halb so schlimm. Leider stand dies nirgends dabei und hat zu einer langen Fehlersuche geführt.


Nach der Einrichtung der Maschine und dem ersten Ausprobieren waren wir aber begeistert. Man kann viele Einstellungen vornehmen, was den Geschmack beeinflusst, aber man muss dafür nicht 100 Tasten im Menü drücken. Alles funktioniert intuitiv und mit wenigen Knopfdrücken. Insgesamt wäre es schöner wenn die Einstellungstasten, die man für das Menü braucht alle auf einer Seite wären oder ein Touch-Display angebracht wäre. Insgesamt ist es nicht hinderlich aber es wäre angenehmer und schneller für die Bedienung, da man immer von links nach rechts und wieder zurück drücken muss. Etwas Schade ist, dass der Wasserdampf die verchromten Maschine sehr beschlagen lässt. Dieses Problem haben aber viele Maschinen und ist darum nicht zu negativ zu sehen. Ungünstig ist nur, dass das Display direkt über dem Auslauf ist und daher direkt beschlägt.

Geschmack & Bedienung

Die Saeco Incanto zaubert Heißgetränke wie Espresso, Espresso Lungo, Cappuccino und Latte Macchiato. Diese benötigen nicht mehr Aufwand, denn ein separates Milchaufschäumen ist nicht mehr nötig. Ebenso kann man die ideale Stärke aus fünf verschiedenen Stärke-Einstellungen wählen sowie die Wassermenge und Temperatur. So hat man immer seinen perfekten Geschmack, mit jeder Tasse. Mir persönlich war die voreingestellte Temperatur etwas zu niedrig, daher habe ich diese direkt etwas heißer eingestellt. Auch meine Lieblingskaffeetasse ließ sich mit der Wassermenge-Einstellung vollständig befüllen.

 

Der schöne Geschmack des Kaffees kommt durch das robuste Mahlwerk aus 100 % Keramik zur Geltung, ohne dass die Kaffeebohnen überhitzt und verbrannt schmecken. Die Maschine berücksichtigt auch den Härtegerad des Wassers, den man vor dem ersten Gebrauch mit einem Teststreifen misst. Außerdem ist es möglich über ein praktisches Pulverfach auch Pulverkaffee zu nutzen und so auch einen Kaffee ohne Koffein herzustellen. Die Brühgruppe lässt sich einfach ausbauen und reinigen. Damit erhält man den Kaffeegeschmack und die Lebensdauer der Saeco optimal am Leben.

 

Als kleinen Nachteil empfinden wir, dass sich der Kaffee- und Milchauslauf nicht optimal von der Höhe einstellen lassen. Den Kaffeeauslauf kann man zwar einstellen, den an der separaten Milchbehälter aber nicht (und dieser ist sehr hoch, da ja auch genug Milch reinpassen muss). Dadurch hat man ab und zu Kaffee- und Milchspritzer. Etwas explosionsartig war es, als nicht mehr genug Milch bei der Cappuccino-Ausgabe da war.

Unser Fazit

Optisch und technisch ist sie einfach klasse gelungen und auch der Kaffee schmeckt einfach gut – mein Favorit ist der Cappuccino. Nur ist der Milchbehälter nicht gekühlt und der Milchschaum nicht so ist wie man es mit eine Heißwasserdüse gewöhnt ist. Aber für den Hausgebrauch ist sie trotzdem perfekt geeignet und erfüllt alles, was für den privaten Kaffeegenuss für Zuhause benötigt wird. Ins Café werde ich ab und zu also doch noch gehen, aber Zuhause schmeckt's jetzt fast genauso gut.

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